Bisherige Dozenten der Gitarren Camps Mallorca Toskana und Provence

Claus Boesser-Ferrari, Michael Sagmeister, Ulli Bögershausen, Jacques Stotzem, Franco Morone, Diane Ponzio, Steve Baker, Michael Langer, Thomas Blug, Ian Melrose, Peter Finger, Gregor Hilden, Don Ross, Laurence Juber, Peppino D‘Agostino, Thomas Fellow, Peter Autschbach, Silvio Schneider, Beppe Gambetta, Peter Fischer, Frank Haunschild, Joscho Stephan,Chris Jones,Steve Mushrush,Peter Crow.C, Eddie Nünning, Zane Charron, Rainer Wöffler, John Goldie, Pat Kirtley, Woody Mann, Ralf Illenberger, Kosho, Christina Lux, El Macareno, David Qualey, Feix Schell, Oliver Waitze, Reinhold Westerheide, Andreas Schulz, Peter Kroll-Ploeger, Peter Bursch, Nora Buschmann, Marcus Deml ... uva

Pressetext Akustik Gitarre 2/2014

Die Mediterranean Music School

Sebastian Banger Schon seit den siebziger Jahren ist der Stuttgarter aktiver und begeisterter Gitarrenfreak. Sein organisatorisches Talent bewährte sich bei Konzerten, er führte ein Musik-Cafe’ und baute die Gitarrenabteilung eines Musikladens auf. 1998 gründete er die Mediterranean Music School.

Das Konzept geht auf

Gitarrenurlaub in mediterranem Ambiente mit persönlichem Gitarrenguru. Nach den ersten Kursen 1999 auf Mallorca steht nun seit mehr als fünfzehn Jahren neben der Provence die magische Stimmung der Toskana im Vordergrund. Bei Berichten stehen meist die Akteure im Rampenlicht, Sebastian Banger, der Organisator, zieht lieber im Hintergrund die Fäden. Zeit, dass er selbst zu Wort kommt.

Sebastian, deine große Leidenschaft ist die Gitarre. Wie fing das an?

Mit vierzehn habe ich mir von meinem ersten Geld eine E-Gitarre gekauft. Von da an trieb ich mich vorwiegend in Gitarrenläden rum und erlag schnell der Faszination der Akustikgitarre. Meine großen musikalischen Vorbilder in den 70er Jahren waren neben Werner Lämmerhirt natürlich auch Martin Kolbe und Ralf Illenberger, für die beiden organisierte ich auch erste Konzerte. Akustische Gitarre war allgemein wahnsinnig populär und speziell diese Typen wären unbezahlbar gewesen für meine heutige Schule. Solche Stars konnten jeden Abend vor vollem Haus spielen. Wer dass nicht mit erlebt hat, kann es sich heute kaum vorstellen. Früher freute man sich, wenn man die Heroes sah wie sie auf dem Parkplatz zu ihren Autos liefen, heute darf ich mit diesen Legenden arbeiten. Gitarre ist mein Thema, meine Leidenschaft.

Danach hast du deine zweite Leidenschaft, den Süden entdeckt.

Mit sechzehn Jahren war ich das erste Mal im Süden, ich war begeistert: das Flair des Südens, schönes Wetter, Italien, Südfrankreich. Besonders St. Tropez hatte es mir angetan, ein Künstler-Ort. Wir haben dort viel Straßenmusik gemacht und wunderbar davon gelebt.

Du hättest doch gleich im Süden bleiben können, trotzdem wurdest du Musikalienhändler?

Schon in meiner Lehrzeit in einem großen Musikhaus in Süddeutschland habe ich die Gitarrenabteilung übernommen. Später habe ich in einem andern großen Musikhaus Taylor Gitarren für die Gitarrenabteilung entdeckt, die zu dieser Zeit relativ unbekannt waren. Ich musste sie ohne einen deutschen Vertrieb zu dieser Zeit noch selbst importieren. Es waren quasi moderne Martins, auf denen E-Gitarristen gut klar kommen, wegen der besonders komfortablen Bespielbarkeit gegenüber den Martins dieser Zeit. Mit diesem Produkt konnte ich eine große Akustikgitarren-Abteilung aufbauen.

Eric Clapton bescherte uns mit seinem MTV unplugged Konzert ein Boom für die Akustikgitarre. Das war meine Stunde. Später gab es noch einen weiteren Boom mit Tommy Emmanuel, der auch wieder im Stande war, nur mit einer Akustikgitarre ganze Hallen zu füllen. Durch meine Arbeit lernte ich viele Gitarristen kennen und veranstaltete viele Workshops und Guitar Nights u. a. mit Laurence Juber, Jaques Stotzem, Peter Finger und vielen anderen mehr.

Wie kam es dazu den Süden und Gitarre in der Mediterranean Music School miteinander zu verbinden?

Mir wurde klar, dass man mit zwei/drei stündigen Workshops in Musikläden die Teilnehmer nicht zufriedenstellen konnte. Mit der Idee, dass die Gitarrenfans nur in ihrem Urlaub ausreichend Zeit haben sich ihrem Hobby zu widmen, kamen schnell die beiden Leidenschaften Urlaub mit Gitarrenspielen zu verbinden zusammen. So gründete ich 1998 die Mediterranean Music School und machte mich auf die Suche nach einem passenden Haus auf der Balearen Insel Mallorca. Wir mussten Anfangs noch die Teilnehmer selbst vom Flughafen abholen, um diese ins Hotel zu bringen.

Du kannst jetzt mittlerweile auf 15 Jahre zurückblicken, wie hat sich die Szene entwickelt?

Anfangs hatten viele Fans sogar die gleiche Gitarre wie ihre Helden, zum Beispiel bei Lämmerhirt eine Martin D-35S, obwohl der sie schon gar nicht mehr spielte. Damals war das Publikum noch internationaler viele Workshops fanden in englischer Sprache statt, die Gitarrenfreaks kamen aus ganz Europa, Hongkong, Tokio oder den USA. Das gitarrenbegeisterte Publikum war heiß auf eine Woche mit dem Lieblingskünstler. Jeder konnte mit seinem musikalischen Vorbild reden, alle waren voll in ihrem Element. Zum Beispiel haben wir für Laurence Juber ein ganzes Dorf mit Apartments angemietet und hatten trotzdem Platzmangel. Heute haben wir ein breiteres Publikum, dessen Begeisterung sich in unserm Gästebuch auf unserer Homepage nachfühlen lässt.

Was macht denn nun die eigentliche Faszination und das Besondere aus?

Ich erklär mir das so: Wir haben ein tolles anspruchsvolles Publikum. Die Musik und der Süden hilft sofort in ein Urlaubsfeeling zu kommen und abzuschalten.Wer will, kann Partner oder Familie mitbringen, hinzu kommt die hervorragende Küche mit 4-Gänge-Menüs, wunderschönes Ambiente, tolle Häuser. Ganz schnell ist das alte Lagerfeuer-Feeling wieder da, selbst im Jazzkurs kommen bei den Sessions am Abend die alten Gassenhauer dran. Für die Teilnehmer ist es wie früher, aber statt Schlafsack auf dem Boden gilt guter Chianti-Wein und ein schönes Zimmer. Das Jugend-Gefühl kommt in diesem Ambiente zurück auf hohem Niveau. Die Teilnehmer lassen sich prima unterrichten, sie müssen sich nichts mehr beweisen und sind völlig entspannt. Nach etwa vier Stunden pro Tag können sie mittags am Pool jammen oder Ausflüge machen es entstehen Freundschaften manche haben bei uns nicht nur Ihre musikalischen Partner gefunden. Um unseren Blues Dozenten Rainer Wöffler gibt es sogar Stammgäste mit eigener Hompage und Nachtreffen in Deutschland. Es ist einfach traumhaft, ob mit Naturschwimmteich im Casanuova und Stings Villa in der Nachbarschaft oder im Poderino mit Swimmingpool vor der Türe.

Konzentrierst du dich dabei ausschließlich auf diese zwei Häuser?

Unterschiedlich, letztes Jahr hatten wir drei Häuser, davor auch mal fünf. Viele Jahre waren wir neben der Toskana und Mallorca auch in der Provence aktiv; da wäre ich auch gern mal wieder wegen der guten Anreisemöglichkeiten.

Und was ist aus den Plänen mit dem eigenen Haus geworden?

Das war mein großes Ziel, die Verbindung von Gastronomie und Kultur, seit ich in Marbach mit 24 Jahren ein Musik-Café hatte mit Kleinkunstbühne, Musik und Openstage; bis heute ein sehr erfolgreiches Projekt. Derzeit sind aber die Immobilienpreise im Süden sehr hoch, und mit unserer Saisonarbeit würde das Haus den ganzen Winter über leer stehen. Es ginge vielleicht mit allgemeinen Angeboten für alle Instrumente, aber ich bleibe bei Gitarre und dem was dazu gehört. Europas größter Veranstalter für Gitarrenreisen zu sein reicht mir. Im deutschsprachigen Raum ist die Mediterranean Music School etabliert und eine Marke geworden. Und die auch für Gitarristen interessanten Gesangskurse, die wir zusätzlich oder parallel zu unseren Gitarrenworkshops anbieten, führen zu einem noch ausgewogeneren Verhältnis von Frauen und Männern.

Abschließend würde mich noch interessieren, was für dich einen guten Dozenten ausmacht.

Die Dozenten der Mediterranean Music School verfügen über ein außergewöhnlich hohes musikalisches Grundwissen und ebenso über sehr gute pädagogische Fähigkeiten, darüber hinaus sind unser Dozenten in der Lage während der Workshops für eine sehr gute, umgängliche und ungezwungene Stimmung zu sorgen. Dies macht unsere Dozenten aus.

Was uns von Anfang an ausgezeichnet hat, dass unsere Musiker nicht nur herausragende Dozenten sondern international, weltweit anerkannte Gitarrenstars sind.

Das sagen die Dozenten:

„Ich bin durch die zahlreichen Workshops nicht nur ganzjährig braun gebrannt und erholt, ich treffe auch jedes Mal interessante Menschen. Ich freue mich auf viele weitere Begegnun- gen!“ Peter Autschbach

„Eine weltweit außergewöhnliche Möglichkeit, zur Verbreitung des Gitarrenunwesens beizu- tragen.“ Michael Sagmeister

„Toll, wie die TeilnehmerInnen im Lauf der Woche immer mehr aus sich herausgehen und sich trauen, Spaß zu haben.“ Tanja Wirz

„Eine Woche Spaß, wilde Sessions am Abend, traumhaftes Essen in ebensolcher Umgebung – und das alles im Blues-Kurs! Unfassbar!“ Rainer Wöffler

„Nicht nur eine Erholung für die Teilnehmer, auch die Dozenten können dem Alltag ent- fliehen und entspannt ihre musikalischen Geheimnisse vermitteln. Ich freue mich jedes Mal auf die Erholung und den Austausch mit netten Gitarristen. Auch das gute Essen trägt zur Motivation bei.“ Andreas Schulz